Nähen

Sportlich?

Bin ich eigentlich wirklich gar nicht, ich habe zwar das Glück, eine solche Figur zu haben, aber mehr als wandern im Sommer und Schifahren im Winter gibt es bei mir nicht. Sicher, ein bisserl Radlfahren mit den Kindern und im Gartenteich schwimmen, aber auch nicht wettkampfmässig.

Und trotzdem hatte ich das Bedürfnis, mir Funktionsunterwäsche zu nähen. Es hat mir irgendwie nie gepasst, das unter der hochwertigen, langärmeligen Schiwäsche die Baumwolle drunter ist, die beim Schwitzen dann so lange nass bleibt. Drum hab ich mir kurzerhand Funktionsjersey bestellt und nach gut sitzenden Schnitten (Every.Day von Leni Pepunkt und die Panty aus der Handmade Kultur 2/16) losgenäht.

Ich habe zum ersten Mal mit Falzgummi gearbeitet und muss sagen, dass das super funktioniert. Ich habe die mattere Seite außen genommen, zur Hälfte gefaltet und die unversäuberten Teile einfach eingefasst. Ich habe den Gummi ein paar Stiche vorgenäht bevor ich die Kleiderteile mitgenommen habe, damit ich dann gut ziehen konnte. Und weil ich natürlich nicht genug gezogen habe, habe ich alle Nähte des Oberteils wieder aufgemacht, weil der Ausschnitt unschön abgestanden ist (genauso wie es bei Bündchen passiert wenn man zuwenig zieht). Das Trennen war eine mühsame Futzelei, aber der Mühe wert, jetzt sitzt das Oberteil super!


Das Nähen des doch sehr flutschigen Materials war gar kein Problem und die Funktionalität hat mich überzeugt, die Teile waren ruckzuck wieder trocken (nach waschen und sporteln…)

Der Panty-Schnitt kommt ohne eine Teilungsnaht hinten aus und ist sehr angenehm geschnitten, da rutscht nichts hin wo es nicht hinsoll! Beim Zwickel einnähen vertue ich mich nachwievor fast jedesmal, einmal auftrennen gehört da schon zum Standard quasi. Da hilft immer wieder das Tutorial von Pattydoo!


Gesäumt habe ich mit Dreifach-Zickzackstich, der durch die Elastizität des Stoffes eine interessante Form angenommen hat!

Insgesamt bin ich sehr zufrieden, mit relativ geringem Material-und Zeitaufwand habe ich mir teure Unterwäsche gespart und mir selber eine große Freude bereitet. Und wer weiß, wozu doch sportliche Wäsche noch anspornt?

Und weil heute Donnerstag ist, verlinke ich mich zu Rums, ich freu mich schon auf später, da schau ich was ihr so gemacht habt!

babs

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Bis es ein fertiges Stück vor die Kamera schafft

dauert es ein wenig. Und das jedesmal! Wobei ein wenig bei dieser Zeitspanne eine glatte Untertreibung ist, schließlich habe ich mein Eisenkleid bereits vor genau einem Monat  fertiggestellt. Und zwar im Express-Tempo, weil ich es am Abend für den Theaterbesuch unbedingt anziehen wollte. Vom Zuschneiden bis zum ausführen in nicht einmal drei Stunden. Nur vorgewaschen war der Stoff schon. Der Stoff!! Ich hab es aus einem Traum von Strickstoff genäht, den ich mir bei Grinsestern bestellt habe. Ich muss euch sagen, ich hatte selten ein wärmeres Kleidungsstück und auch der Griff ist wunderbar weich, ich war mir eigentlich sicher das Wolle dabei ist (ich hab grad nachgeguckt, ist eigentlich ziemlich viel Kunstfaser – fühlt man aber nicht).

Genäht habe ich zum zweiten Mal die Else, diesmal als Kleid. Ich hab den Schnitt bis auf die Länge nicht verändert, obwohl ich bestimmt etwas Weite herausnehmen hätte können. Ganz vorbildlich habe ich auch den Halsbeleg mit inzwischen besorgter bilastischer Vlieseline verstärkt, so bleibt er schön flach liegen.

Fotografiert haben wir drinnen, ich könnt mich echt nicht dazu durchringen hinaus zu gehen – minusgradetauglich ist das Kleid dann doch nicht! Fotografiert hat wieder meine Mama:

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Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Kleid und habe große Freude daran. Ich mag die langen Ärmel sehr gerne und es klebt auch nicht so arg an der Strumpfhose wie ich gedacht habe.

Ich kann selten wohingehen (vor allem abends) ohne das mir kalt wird. Aber mit meinem Elsenkleid halte ich das jetzt viel besser aus!!

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So eines kann ich echt nur empfehlen!

Alles Liebe,

babs


Ebook: Else über Makerist
Stoff: von Grinsestern
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Perfekt??

Ich nicht. Du? Das heißt aber nicht dass ich mich nicht bemühe! Bei meiner jErika Jacke habe ich mir wirklich große Mühe gegeben, und trotzdem ist das Ergebnis etwas schief – aber damit kann ich leben. Was ist jetzt genau schief? Nachdem Jacke und Futterjacke schon seit ein paar Tagen nur noch auf den Reißverschluss gewartet haben, war es gestern endlich soweit und ich konnte mich an die letzten Nähte setzten.

Die beiden Mantelteile waren genau symmetrisch, alles schien bestens. Aber dann kam er, der Reißverschluss! Nach dem ersten annähen hat sich alles gewellt, also nochmal runter damit und Formband aufbügeln. Das Ergebnis war dann schon präsentabler. Auch die zweite Seite war kein Problem. Als ich dann das Futter mit der Jacke am Saum zusammengenäht habe (ich habe das Futter kürzer zugeschnitten und die Außenjacke nach innen gebogen) war auf einmal auf einer Seite am Rand das Futter zu lang, der Saum wäre völlig schief geworden. Nach einigem tüfteln und probieren habe ich dann einfach zwei Nähte wieder aufgemacht und das Futter ein Stückerl schief abgeschnitten und dann wieder angenäht. Soweit so gut. Gestern war ich noch ganz zufrieden mit mir! Heute morgen hab ich dann das Futter im Nacken an den Mantel genäht, und dann die Jacke gleich ausgeführt.

Im Geschäft dann der Blick in den Spiegel: Die Nähte am Halsausschnitt treffen nicht aufeinander!! Da hat sich wohl der Reißverschluss beim nähen nach unten verschoben, denn ich brauche ja kein Stylefix, oder gar heften… Später am Tag hat mir eine Kundin, die Schneiderin ist, dann gesagt, dass man beim Reißverschlussannähen nie auf dem Stoff näht sondern immer verkehrtherum auf dem RV. Das hab ich echt noch NIE gehört. Aber ich werde es mir merken!!

Vielleicht wird mir einmal sehr langweilig, dann trenne ich die Sache wieder auf, aber bis dieser Moment kommt, werde ich viel Freude mit meiner Jerika Jacke haben. Schließlich ist ja Tuch- und Schalsaison und niemand wird sehen was da schief ist!

Aber jetzt genug geredet:

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Hier sieht man ein bisserl, dass ich mir bei Futtereinnähen nicht ganz sicher war, was wohin gehört

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Die dicken Nähte habe ich hinter Web- und Schrägband versteckt, Schrägband am Nacken weils nicht so kratzt
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Das Label von neulich hat mir in dieser Art gut gefallen, gleich nochmal!
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Ganz stolz bin ich auf meine versteckten Armbündchen, welche den Wärmefaktor einer solchen Jacke gleich noch erhöhen!

Das war die Geschichte meiner Herbstjacke, wir werden sicher viele schöne nicht-mehr-so-warme-Tage zusammen erleben!

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Die Kapuze ist für mich zu hoch, da können gut ein paar Zentimeter raus und auch die Taschen sind mir etwas zu weit unten, es wird ja nicht umsonst betont dass der Schnitt für Körpergröße über 170cm konzipert ist!  Aber sonst…

Die nicht-passenden Halsnähte habe ich bewusst versteckt ;)

Und weil sie heute fertig geworden ist und nur für mich ist, geht´s damit ab zu Rums!

 

Das war die Entstehung meiner jErika!

Babs


Ebook jErika von hier
Wollstoff von Lieblingsstücke
Restliche Nähzutaten aus meinem Laden :)
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Else im letzten Tageslicht

Jetzt ist auch meine erste Else fertig. Ich habe schon länger mit dem Schnitt geliebäugelt, wird er doch so hochgelobt und oft vernäht. Einen passenden Stoff hatte ich auch schon zuhause. Das nähen war problemlos, allerdings musste ich mir mangels Jerseynadeln mit Microtexnadeln helfen, und ich finde schon, dass die Löcher grösser sind, besonders nach dem auftrennen… Zum säumen hatte ich dann aber wieder die passenden Nadeln da. Hat seine Vorteile wenn man zu jeder Tages- und Nachtzeit in seinen Laden kann ;)

Seit gestern ist sie also fertig und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Ich habe in Shirtform genäht, der Saum ist hinten etwas länger als vorne und abgerundet. Der Halsausschnitt ist mit Beleg genäht, hier habe ich allerdings ein bisserl gepfuscht. Weil ich keinen elastische Bügeleinlage hatte, hat sich der Beleg natürlich aufgerollt, also habe ich ihn kurzerhand bis zur Naht zurückgeschnitten. Ich habe schon gezittert ob das geht und sich nicht nach außen klappt, schließlich steckt ja die Overlocknaht drinnen. Zum Glück merkt man nichts! Fürs nächste Mal hab ich mir aber schon die richtige Einlage besorgt.

Schaut mal:

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Auf dem letzten Bild kann man die Farbe am besten erkennen. Da ich gerade einen SnapPap Rest von einer kleinen Reparatur herumliegen hatte, hab ich auch mal mein Label gepimpt!

Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, auch wenn ich finde dass das Shirt für sich alleine getragen ein bisserl nach Pyjama aussieht – aber ich stricke ja schon fleissig an meiner Puschelweste!

Ich grübel schon über ein Elsen-Kleid!

Habt einen schönen Abend!

babs


Ebook Else von Alles für Selbermacher
Stoff von Lieblingsstücke.at
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Ein neues Projekt!

Meine Freundin Irene von Handarbeitkreativ und ich veranstalten unser eigenes, kleines Jacken sewalong. Wobei man es jetzt nicht direkt als solches betrachten kann, weil wir es kaum einmal schaffen, in gleichen Etappen zu arbeiten. Es ist eher so, das wir uns gegenseitig dazu motivieren, etwas zu nähen, was wir sonst vielleicht nicht gemacht hätten. Wir haben das schon einmal gemacht, ich find, das spornt recht an!

Ich habe mich für den Mantelschnitt Jerika von Prülla entschieden, genäht wird mit Wollstoff . Ich hatte vor Jahren schon einmal so ein (Kauf-)Mäntelchen und das hatte ich damals recht gerne.

Der Schnitt ist schon geklebt und ausgeschnitten, also noch nachmessen, zuschneiden und einen passenden Reißverschluss besorgen und nachdem ich noch ein paar Nadelkissen für das Geschäft genäht habe, kanns los gehen!

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Ebooks kleben… Geht zum Glück immer schneller als gedacht!
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Der Stoff, 80% Wolle, 20% PL, in Echt etwas farbintensiver!

Mal schauen wie lange wir brauchen!

Barbara


Ebook: Jerika

Stoff von Lieblingsstücke