Österreichisch · Nähen

Für die Nachbarbuben

Ich hab vor einer Weile mal in der Zeitung gelesen, dass manche österreichische Wörter schön langsam verschwinden. Da hieß es unter anderem, dass das Wort Buben in absehbarer Zeit aus unserem Wortschatz verschwunden sein wird – ersetzt durch das deutsche „Jungs“. Da ich mich schon recht verwurzelt fühle daheim, versuche ich ,nicht zuletzt wegen diesem Artikel, ganz bewusst das Wort Buben zu verwenden. In meiner Oberösterreichischen Heimat hört man dann „Bua“ oder in der Mehrzahl „Buam“ oder auch „Buama“. Liest sich schräg, klingt aber sehr vertraut!

Und so habe ich auf den Wunsch meiner Freundin und Nachbarin für die zwei kleineren  von meinen drei „Nachbarbuam“ Leiberl (ist doch auch ein österreichisches Wort, oder?) genäht:

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Genäht habe ich je zwei Raglanshirts in den Größen 92 und 116, nach einem älteren Ottobre-Schnitt. Bei den ersten beiden habe ich den Ärmel um die Bündchenlänge verlängert und je ein Motiv vom Hauptstoff appliziert, die zweiten habe ich mit Bündchen vom Körperstoff genäht. Sehr glücklich bin ich mit den gelungenen Covernähten, bei allen zehn gab es keinen einzigen Fehlstich!! Schön langsam werden wir doch Freunde, ich und meine Cover. Wird auch Zeit, nach fast einem Jahr…

Die Leibern sind sehr gut angekommen, ich freu mich schon wenn ich die Kinder mit ihnen sehe!

Übrigens ist Magdalena, die Mama der Nachbarbuben, auch gerade dabei sich selbstständig zu machen, sie wird für alle die aus unserer Region sind, gerne kalte Platten und Buffets zubereiten: Obermayrhofer.at

Treibt es euch heute noch an die Maschinen? Mich eher nicht, im Wohnzimmer brennt ein Feuer und das lädt mich dazu ein, auf der Couch zu versumpfen, natürlich nicht ohne Strickzeug!

Babs


Schnitt: Ottobre
Stoffe: Aus meinem Laden