Nähen · Stricken

Nicht auf der faulen Haut gelegen

Auch wenns so ausgesehen hat, war es doch fast zwei Wochen ruhig hier. Bestimmt erzähl ich euch nichts neues, wenn ich davon anfange, wie sehr man sich im Kreis dreht, wenn man Kinder hat. Es ist immer was anzuschauen, wem zu helfen, etwas zu kontrollieren, wen wohin zu fahren, was für einen Verein zu backen, etwas aufzuräumen, einen zu verteidigen, jemand zu trösten… so könnte man wahrscheinlich ewig aufzählen. Dazu kommt dann noch der Beruf, und vom Haushalt fangen wir erst gar nicht an. Trotzdem (oder genau deshalb) gibt es die Auszeit im Nähzimmer oder auf der Couch beim stricken. Auch tagsüber kann es vorkommen, dass sich solche Momente ergeben. Denn bei Tageslicht nähe ich besonders gerne. So kommt es vor, dass ich mich gelegentlich am Morgen, wenn die Kinder schon aus dem Haus sind,  zur Maschine setze und die halbe, Dreiviertel Stunde bis ich ins Geschäft fahre, mit Nähen verbringe. Es ist hell, niemand kann dann plötzlich doch nicht schlafen und ich habe auch kein schlechtes Gewissen meinem Mann gegenüber, der die Zeit ohne mich im Wohnzimmer verbringt. Ja, auch das kommt vor ; ) .

Aber meistens nähe ich abends. Und wenn dann wiedermal ein Teil fertig wird, heißt das ja noch lange nicht, dass es auch unverzüglich fotografiert wird bzw. fotografiert werden kann. Denn da kommen wieder oben genannte Umstände ins Spiel, die so einem Vorhaben mitunter ganz schön Geduld abverlangen können…

So ergangen ist es mir mit meinem genähten Strickmantel, den ich mittlerweile schon die dritte Woche ausführe, wir es aber erst gestern geschafft haben, Fotos zu machen. Denn da muss ja schließlich eine zweite Person sich auch noch ins Spiel bringen. Diesmal hat diesen Part meine Mama übernommen, die allerdings keine Brille aufhatte. Mit meinen Haaren bin ich auch nicht zufrieden, aber wer kennt das nicht. Und ganz außerdem bin ich ganz arg unfotogen, nur ganz ganz selten gefalle ich mir selber auf einem Bild. Nichtsdestotrotz habe ich mich unter die Blogger gewagt und zeige die Fotos von mir ganz ungeniert!

Also Bitte:

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Der Mantel ist aus dunkelblauem Polyester-Strick, welcher gern mal über die Finger kratzt, aber insgesamt ganz angenehm zu tragen ist und auch recht gut wärmt. Mit der Länge war ich etwas unschlüssig, aber nach unzähligem Foto Austausch via whatsapp mit meiner Freundin und aufs-Waschbecken-zum-Spiegel klettern (wir haben keinen Ganzkörperspiegel) konnte ich mich dann festlegen. Mir gefällt er so ganz gut, die Länge auf den zwei mittleren Bildern trügt.

Auf dem linken Foto erkennt man die Farbe am besten.

Ich habe beim Absteppen der Overlocknähte den Nähfußdruck reduziert, so hat sich nichts gewellt. Wenn ich vorher genauer geschaut hätte, dann hätte ich wahrscheinlich die hintere Teilungsnaht auf der Höhe der Taschen weggelassen.

Und noch etwas möchte ich euch zeigen, und zwar ein schnelles genähtes Halstuch und einen gestrickten Loop:

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Das Tuch ist aus 1,4 mal 1,4 Meter Double Gauze genäht. Es hat ein paar Tage gedauert bis mein Schatz gemerkt hat, dass das ja eigentlich eine Spuckwindel ist. Zumindest der Stoff. Aber ich kann euch sagen, es trägt sich herrlich!!

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Und mein neuer Loop ist im Zickzackmuster gestrickt mit einer unglaubliche weichen japanischen Wolle. Man verwendet zwei Knäuel derselben Qualität mit unterschiedlichen Verläufen und wechselt immer nach einer Hin- und Rückreihe die Farbe:

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Auf jeden Fall ein neues Lieblingsteil!

Und wenn ich es schaffe, meine Sachen ein bisserl zeitnaher vor die Linse zu bringen, dann gibt es kürzere Posts, aber dafür öfter!

Denn es sind schon wieder ein paar Teile fertig geworden im Hause Wolle!

Habt einen schönen Abend!

Babs


Ebook: Basic Strickmantel
Strickstoff aus einem regionalem Stoffgeschäft
Double Gauze von Grinsestern
Strickanleitung Loop: Ravelry
Wolle: Aus meinem Laden, „Hanabatake“ von Noro
Stricken

Meine Wuschel-Fell-Weste

Als ich euch neulich meine Werke die noch in Arbeit sind gezeigt habe, war da auch ein gestricktes graues Etwas dabei, von dem ich noch gar nicht wusste ob es überhaupt was wird.

Stricken an sich war nicht die Schwierigkeit, nach ein paar mühsamen Reihen hatte ich die Wolle (leider gar keine Wolle, nur reines Polyamid) ganz gut im Griff. Man kann die Maschen auf der Nadel besser fühlen als sehen, vor lauter Wuschel rundherum. Beim Abnehmen hat also nur zählen geholfen! Aber beim zweiten Vorderteil hab ich mich bei den Abnahmen dann doch vertan und so ist irgendwie der Halsausschnitt auf der selben Seite wie die Armabnahme gelandet. Das Auftrennen hat fast so lange gedauert wie das Stricken!! Das geht echt nur mühsam, Masche für Masche, und kurz vor Schluss ist dann auch noch der Faden gerissen und auch meine Geduld, da hab ich dann nicht mehr herumgetan und das Reststück entsorgt. Die letzte große Hürde war dann das zusammennähen, aber da ist der hohe Flor dann von Vorteil, weil man halt auch das nicht sieht ;)

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Die Nadel versteckt sich gut!

So sieht sie aus:

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Ich nenn die Weste mein „Fello“

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Die Vorderteile sind eigentlich gerade geschnitten, fallen aber zipfelig, was mir ganz gut gefällt. Ich denke sie wird eine gute Kombination mit meiner Else im Retro-Muster abgeben!

Das Gestrick ist sehr sehr weich und unerwartet flauschig und hochflorig (ich dachte dass durch das Stricken die „Haare“mehr flach liegen würden).

Lust auf ein Fell bekommen?

babs


Anleitung aus dem aktuellen Katja Sport Heft
Wolle: Katia Estepa
Beides aus meinem Laden ;)

 

Häkeln · Stricken

Ich bin eine parallel-Strickerin…

Ich schaffe es nicht, nur an einem Projekt zu arbeiten, ich brauche mindestens ein gehäkeltes und ein gestricktes Teil, an denen ich weiterarbeiten kann, je nachdem was mich gerade freut. Meistens bleibt es aber nicht bei nur zwei Werken, 4 oder 5 verschiedene habe ich eigentlich immer auf den Nadeln. Manchmal liegt etwas länger, andere Stücke sind schnell fertig, wobei das gar nicht an der Größe des Teils liegt. Und ganz selten, aber doch, landet etwas überhaupt in der UFO Kiste (Müsste das nicht UVO heißen? Liest sich aber blöd…).

Ich zeig euch jetzt mal an was ich gerade so werke:img_3484

  1. Ein riesiger Strickmantel, der keine Ärmel hat und von dem ich bis heute nicht weiß, wie er zusammengenäht wird. Ich werd ihn aber als Poncho (diesmal als richtigen) fertigstellen. Wenn ich weiter nach Anleitung stricken würde, wäre ich erst ein bisschen über der Hälfte!!                                                                                                                          img_3480
  2. Eine Babydecke im Granny-Streifen Muster. Ich mag es, ein Projekt zu haben, an dem ich einfach arbeiten kann, ohne Anleitung oder mitzuschreiben. Ich habe die Decke und Wollknäueln einem Stoffsackerl undnehme sie mit, wenn die Kinder draussen spielen (und im Garten nichts zu tun ist) oder wenn wir länger mit dem Auto fahren. OK, ich hab sie für 20km auch mit!                                                                           img_3492
  3. Eine Baumütze,bestellt von einer lieben Kundin. Dazu gibt es Fäustlinge, Sockerl und einen Strampelsack. Kleine Sachen zwischendurch mag ich ganz gerne, da sieht man schneller was!                                                                                                                                           img_3487
  4. Ganz neu dabei eine ärmellose Weste aus Wuschel-Flausch. Mit 10er Nadeln geht das flott dahin, ist aber ein wenig pummelig zu stricken, was aber nichts macht weil man ja eh nichts sieht von Unregelmäßigkeiten oder so!                                                                   img_3494

Und natürlich etwas das schon länger liegt. Ein Sommer oder drinnen Poncho aus handgefärbter Wolle. Einen habe ich schon gestrickt, und ich liebe ihn heiß! Darum muss er ein zweite Mal her. Wird aber noch etwas dauern ;).

So schauts aus auf meinen Stricknadeln!

Ich wünsch euch einen schönen Handarbeitstag!

babs

 

 

Stricken

Immer noch kein Herbstwetter in Sicht.

Viel mehr In-der-Sonne-heiß-und im-Schatten-kühl Wetter, wo man sich richtig leicht erkältet. Aber das ist auf jeden fall zu warm für mein Cape:

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Wenn man sich streng an die Definition hält, ist ein Cape ein Umhang oder Überwurf der vorne offen ist, der Poncho im Gegensatz dazu hat ein Loch für den Kopf.                                   Also hab ich einen Poncho gestrickt, obwohl die Anleitung von einem Cape spricht.

Eigentlich ist das auch ganz egal, denn das Stricken hat Spass gemacht! Ein bisschen herumgeribbelt habe ich auch, schließlich geht es doch nicht um das fertige Stück sondern ums stricken,nicht? Einmal habe ich mich beim Halb-Patent vertan und beim zweiten Mal hab ich mich beim Abnehmen verzählt.                                                                                                     Trotzdem war das Teil dank 6er Nadeln rasch gestrickt.

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Mir gefallen die plastischen Effekte der Zopfmuster immer recht gut!

Und mit meinem Strick Poncho/Cape bin ich heute bei RUMS dabei!

Ich freue mich auf kühlere Tage ;)

Babs


Gestrickt mit Mila von Lang Yarns (Wolle, Alpaca, Polyamid)
Nadelstärke 6