Österreichisch · Nähen

Für die Reise

Schon vor einem Weilchen habe ich das Reiseetui von Machwerk zu nähen begonnen. Ich finde die Idee recht praktisch, das ganze Zettelzeug und was man sonst noch zum Verreisen braucht, in einem Organizer beisammen zu haben. Gerade mit Kindern kommt da so einiges zusammen. Der Organizer ist etwas größer als A5 und kann aufgrund seines breiten Rückens reichlich befüllt werden. Durch den breiten Reißverschluss ist es auch sehr robust.


Außen habe ich mich für das bunte Punkte-Wachstuch entschieden, das durch die vielen Farben sehr fröhlich und vielfältig ist.


Innen habe ich verschiedene bunte Patchworkstoffe verwendet, die ich vor einer Weile hier bestellt habe. Auch das Decovil light, das ich bei diesem Projekt zum ersten Mal benutzt habe, habe ich von dort. Ich muss ja zugeben, dass ich kein großer Zuschneide-Fan bin, und dass ich noch so genau arbeiten kann, irgendwas passt am Schluss immer nicht zusammen. Gleich nach dem Zuschneiden verarbeite ich dann die Vlieseline, um dann die einzelnen Teile über Nacht liegen zu lassen. Ich habe mal wo gelesen dass das ganz gut sein soll für das Verkleben der einzelnen Lagen. Und wenn dann alles fertig vorbereitet ist fürs Nähen freue ich mich dann so richtig darauf!


Ich habe das ganze Innenleben an einem Abend fertiggemacht, aufhören musste ich dann weil ich den passenden Reißverschluss noch nicht hatte. Sonst hätte ich es wohl auf einmal fertig gemacht, das Nähen von Webstoffen macht doch immer wieder Freude!  Als Verschluss wird breiter Endlosreißverschluss empfohlen, von dem man dann eine Seite verarbeitet. Ich habe mir bei meinem Großhändler einen breiten, nicht teilbaren (der ist billiger) RV in der entsprechenden Länge bestellt , auseinenadergeschnitten, und den Schieber auf nur einen Teil wieder draufgeschoben. Heute hatte ich dann Zeit (und den RV) um den Rest fertigzumachen!

Was ich auch zum ersten Mal vernäht habe ist das Plastiktischtuch das ich schon vor einem Zeiterl (= voralpendeutsch für „vor einer Weile“) vorausschauend für irgendsoein Projekt im Lagerhaus gekauft habe. Auch andere Wachstücher lassen sich dort finden!! Ich habe beim Nähen einfach Backpapier unter das Fusserl gelegt, welches ich nachher abgerissen habe, das hat problemlos funktioniert. Allerdings hätte das Klarsichtfach etwas breiter sein sollen, aber nachdem schon der Abschlussstreifen drauf war hat mich das nicht mehr ändern gefreut.


Wovor ich immer etwas zurückschrecke beim Nähen von Taschen und Börsen ist das wenden. Durch die Einlagen ist das ganze schon immer etwas sperrig, und mir geht gerne mal eine Naht auf wenn ich ihr zuviel Zug zumute… Bei diesem Etui ist aber die Wendeöffnung reichlich bemessen, und auch das ausformen der Ecken hat sehr gut funktioniert. Insgesamt ist das EBook sehr ausführlich geschrieben, die Bilder erklären sich auch sehr gut. Nach dem Wenden sollte das ganze noch von außen Nähe am RV abgestellt werden, das ist ein Schritt den ich gerne mal auslasse, weil es so offensichtlich ist, wenn was daneben geht. Dennoch habe ich es dieses Mal gewagt, weil ja auch noch eine kleine Öffnung bei den Reißverschlussenden zu schließen war. Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden, wenn man berücksichtigt, dass ich ohne Teflonfuss und Backpapier auf dem eher klebrigen Wachsstoff genäht habe. Sicher, die Stiche könnten gleichmäßiger sein, aber für mich reicht es, bzw muss es reichen, nochmal mache ich es nicht!


Und wofür wir das Etui brauchen? Am Samstag in den frühen Morgenstunden werde ich mit meinen Lieben zu einer Familienwallfahrt in den bosnischen Ort Medjugorje aufbrechen. Mein Mann war mit unserem großen Sohn vor einem Jahr schon einmal dort und es hat ihnen gefallen und gut getan. Diesmal sind wir alle dabei und ich bin schon sehr gespannt. Natürlich bin ich gespannt auch wie sich mein Täschchen bewähren wird, ich werde es heute noch gleich mit unseren Unterlagen befüllen. Ich denke dass auch mein EReader noch ganz gut hineinpassen wird und das eine oder andere Zuckerl…



Ich werde euch vom Praxistest erzählen!

Bei uns beginnen morgen die Osterferien, die Kinder kommen schon um 10Uhr von der Schule heim. Dann können Sie mir doch gleich beim packen helfen…

Ich wünsch euch einen schönen Abend, bei mir im Laden gibts heute noch unsere Strickrunde, ich freu mich schon sehr darauf!

Babs


Verlinkt bei Rums und Create in Austria

Nähen

Sportlich?

Bin ich eigentlich wirklich gar nicht, ich habe zwar das Glück, eine solche Figur zu haben, aber mehr als wandern im Sommer und Schifahren im Winter gibt es bei mir nicht. Sicher, ein bisserl Radlfahren mit den Kindern und im Gartenteich schwimmen, aber auch nicht wettkampfmässig.

Und trotzdem hatte ich das Bedürfnis, mir Funktionsunterwäsche zu nähen. Es hat mir irgendwie nie gepasst, das unter der hochwertigen, langärmeligen Schiwäsche die Baumwolle drunter ist, die beim Schwitzen dann so lange nass bleibt. Drum hab ich mir kurzerhand Funktionsjersey bestellt und nach gut sitzenden Schnitten (Every.Day von Leni Pepunkt und die Panty aus der Handmade Kultur 2/16) losgenäht.

Ich habe zum ersten Mal mit Falzgummi gearbeitet und muss sagen, dass das super funktioniert. Ich habe die mattere Seite außen genommen, zur Hälfte gefaltet und die unversäuberten Teile einfach eingefasst. Ich habe den Gummi ein paar Stiche vorgenäht bevor ich die Kleiderteile mitgenommen habe, damit ich dann gut ziehen konnte. Und weil ich natürlich nicht genug gezogen habe, habe ich alle Nähte des Oberteils wieder aufgemacht, weil der Ausschnitt unschön abgestanden ist (genauso wie es bei Bündchen passiert wenn man zuwenig zieht). Das Trennen war eine mühsame Futzelei, aber der Mühe wert, jetzt sitzt das Oberteil super!


Das Nähen des doch sehr flutschigen Materials war gar kein Problem und die Funktionalität hat mich überzeugt, die Teile waren ruckzuck wieder trocken (nach waschen und sporteln…)

Der Panty-Schnitt kommt ohne eine Teilungsnaht hinten aus und ist sehr angenehm geschnitten, da rutscht nichts hin wo es nicht hinsoll! Beim Zwickel einnähen vertue ich mich nachwievor fast jedesmal, einmal auftrennen gehört da schon zum Standard quasi. Da hilft immer wieder das Tutorial von Pattydoo!


Gesäumt habe ich mit Dreifach-Zickzackstich, der durch die Elastizität des Stoffes eine interessante Form angenommen hat!

Insgesamt bin ich sehr zufrieden, mit relativ geringem Material-und Zeitaufwand habe ich mir teure Unterwäsche gespart und mir selber eine große Freude bereitet. Und wer weiß, wozu doch sportliche Wäsche noch anspornt?

Und weil heute Donnerstag ist, verlinke ich mich zu Rums, ich freu mich schon auf später, da schau ich was ihr so gemacht habt!

babs

Nähen

Hoodie Parade

Heuer haben meine Vier unterm Christbaum was selbstgenähtes gefunden. Hoch motiviert hab ich zwei Wochen vor Weihnachten begonnen, mit dem Ziel, jeden Tag einen Pullover zu nähen. Am Anfang kam ich meinem Ziel noch sehr nahe, aber am Ende wurde dann der letzte erst zwei Tage vor Weihnachten fertig. Was aber auch egal ist, Hauptsache Rechtzeitig! Besonders schwer fiel es mir meinem Schatz nichts von seinem zu erzählen, er wusste, das die Buben einen bekommen, hatte aber keine Ahnung von seinem. Ich hab es fast nicht ausgehalten, ich zeige ihm immer jedes Stück das ich mache. Ich wusste aber, das es ein willkommenes Geschenk sein würde, weil seine Pullis auf magische Weise immer kürzer werden. Ich kann mir das echt nicht erklären!! Darum hab ich ihn ein wenig länger gemacht und Ton in Ton gehalten. Auch der Plot hebt sich nicht wirklich ab, soll es doch ein Bild für ihn sein und nicht für alle sofort ersichtlich.

Meine Freude war sehr groß dass die Pullis (bei uns im Hause auch Kapuzenfreund genannt) so gut angekommen sind bei meinen Männern.

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Für unseren mittleren, Raphael. Seinen Geschmack zu treffen ist schwierig, er weiß zu genau, was ihm gefällt.
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Für Nici, gruselig ist immer gut!
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Für unseren großen Raoul ist es nicht mehr so leicht was zu finden.
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Ein Herr Toni mit seinem Lieblingskünstler.

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Es sieht fast so aus als hätten wir Schnee, aber es ist nur der Raureif, der sich seit Tagen hartnäckig hält, weil sich der Nebel gar nicht heben mag. Es sieht wie verzaubert aus.

Sogar ein Tragefoto war drinnen, wie gut das ankam, seht ihr am Gesicht ; )

Meiner Hand geht es jetzt wirklich besser, und darum geh ich jetzt zu meinen vieren auf die Couch und stricke ein bisserl, natürlich nicht zu viel…

Für das neue Jahr wünsche ich euch Gesundheit, Glück und Zeit, um eure Ideen umzusetzen!

Babs


Schnittmuster Mann: Herr Toni
Schnittmuster Kind: Hoodie von Mathila.de (hab ich online nicht mehr gefunden)
Stoffe von Lieblingsstücke Grinsestern und Eingefädelt
Nähen

Bis es ein fertiges Stück vor die Kamera schafft

dauert es ein wenig. Und das jedesmal! Wobei ein wenig bei dieser Zeitspanne eine glatte Untertreibung ist, schließlich habe ich mein Eisenkleid bereits vor genau einem Monat  fertiggestellt. Und zwar im Express-Tempo, weil ich es am Abend für den Theaterbesuch unbedingt anziehen wollte. Vom Zuschneiden bis zum ausführen in nicht einmal drei Stunden. Nur vorgewaschen war der Stoff schon. Der Stoff!! Ich hab es aus einem Traum von Strickstoff genäht, den ich mir bei Grinsestern bestellt habe. Ich muss euch sagen, ich hatte selten ein wärmeres Kleidungsstück und auch der Griff ist wunderbar weich, ich war mir eigentlich sicher das Wolle dabei ist (ich hab grad nachgeguckt, ist eigentlich ziemlich viel Kunstfaser – fühlt man aber nicht).

Genäht habe ich zum zweiten Mal die Else, diesmal als Kleid. Ich hab den Schnitt bis auf die Länge nicht verändert, obwohl ich bestimmt etwas Weite herausnehmen hätte können. Ganz vorbildlich habe ich auch den Halsbeleg mit inzwischen besorgter bilastischer Vlieseline verstärkt, so bleibt er schön flach liegen.

Fotografiert haben wir drinnen, ich könnt mich echt nicht dazu durchringen hinaus zu gehen – minusgradetauglich ist das Kleid dann doch nicht! Fotografiert hat wieder meine Mama:

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Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Kleid und habe große Freude daran. Ich mag die langen Ärmel sehr gerne und es klebt auch nicht so arg an der Strumpfhose wie ich gedacht habe.

Ich kann selten wohingehen (vor allem abends) ohne das mir kalt wird. Aber mit meinem Elsenkleid halte ich das jetzt viel besser aus!!

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So eines kann ich echt nur empfehlen!

Alles Liebe,

babs


Ebook: Else über Makerist
Stoff: von Grinsestern
Österreichisch · Nähen

Für die Nachbarbuben

Ich hab vor einer Weile mal in der Zeitung gelesen, dass manche österreichische Wörter schön langsam verschwinden. Da hieß es unter anderem, dass das Wort Buben in absehbarer Zeit aus unserem Wortschatz verschwunden sein wird – ersetzt durch das deutsche „Jungs“. Da ich mich schon recht verwurzelt fühle daheim, versuche ich ,nicht zuletzt wegen diesem Artikel, ganz bewusst das Wort Buben zu verwenden. In meiner Oberösterreichischen Heimat hört man dann „Bua“ oder in der Mehrzahl „Buam“ oder auch „Buama“. Liest sich schräg, klingt aber sehr vertraut!

Und so habe ich auf den Wunsch meiner Freundin und Nachbarin für die zwei kleineren  von meinen drei „Nachbarbuam“ Leiberl (ist doch auch ein österreichisches Wort, oder?) genäht:

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Genäht habe ich je zwei Raglanshirts in den Größen 92 und 116, nach einem älteren Ottobre-Schnitt. Bei den ersten beiden habe ich den Ärmel um die Bündchenlänge verlängert und je ein Motiv vom Hauptstoff appliziert, die zweiten habe ich mit Bündchen vom Körperstoff genäht. Sehr glücklich bin ich mit den gelungenen Covernähten, bei allen zehn gab es keinen einzigen Fehlstich!! Schön langsam werden wir doch Freunde, ich und meine Cover. Wird auch Zeit, nach fast einem Jahr…

Die Leibern sind sehr gut angekommen, ich freu mich schon wenn ich die Kinder mit ihnen sehe!

Übrigens ist Magdalena, die Mama der Nachbarbuben, auch gerade dabei sich selbstständig zu machen, sie wird für alle die aus unserer Region sind, gerne kalte Platten und Buffets zubereiten: Obermayrhofer.at

Treibt es euch heute noch an die Maschinen? Mich eher nicht, im Wohnzimmer brennt ein Feuer und das lädt mich dazu ein, auf der Couch zu versumpfen, natürlich nicht ohne Strickzeug!

Babs


Schnitt: Ottobre
Stoffe: Aus meinem Laden
Nähen · Stricken

Nicht auf der faulen Haut gelegen

Auch wenns so ausgesehen hat, war es doch fast zwei Wochen ruhig hier. Bestimmt erzähl ich euch nichts neues, wenn ich davon anfange, wie sehr man sich im Kreis dreht, wenn man Kinder hat. Es ist immer was anzuschauen, wem zu helfen, etwas zu kontrollieren, wen wohin zu fahren, was für einen Verein zu backen, etwas aufzuräumen, einen zu verteidigen, jemand zu trösten… so könnte man wahrscheinlich ewig aufzählen. Dazu kommt dann noch der Beruf, und vom Haushalt fangen wir erst gar nicht an. Trotzdem (oder genau deshalb) gibt es die Auszeit im Nähzimmer oder auf der Couch beim stricken. Auch tagsüber kann es vorkommen, dass sich solche Momente ergeben. Denn bei Tageslicht nähe ich besonders gerne. So kommt es vor, dass ich mich gelegentlich am Morgen, wenn die Kinder schon aus dem Haus sind,  zur Maschine setze und die halbe, Dreiviertel Stunde bis ich ins Geschäft fahre, mit Nähen verbringe. Es ist hell, niemand kann dann plötzlich doch nicht schlafen und ich habe auch kein schlechtes Gewissen meinem Mann gegenüber, der die Zeit ohne mich im Wohnzimmer verbringt. Ja, auch das kommt vor ; ) .

Aber meistens nähe ich abends. Und wenn dann wiedermal ein Teil fertig wird, heißt das ja noch lange nicht, dass es auch unverzüglich fotografiert wird bzw. fotografiert werden kann. Denn da kommen wieder oben genannte Umstände ins Spiel, die so einem Vorhaben mitunter ganz schön Geduld abverlangen können…

So ergangen ist es mir mit meinem genähten Strickmantel, den ich mittlerweile schon die dritte Woche ausführe, wir es aber erst gestern geschafft haben, Fotos zu machen. Denn da muss ja schließlich eine zweite Person sich auch noch ins Spiel bringen. Diesmal hat diesen Part meine Mama übernommen, die allerdings keine Brille aufhatte. Mit meinen Haaren bin ich auch nicht zufrieden, aber wer kennt das nicht. Und ganz außerdem bin ich ganz arg unfotogen, nur ganz ganz selten gefalle ich mir selber auf einem Bild. Nichtsdestotrotz habe ich mich unter die Blogger gewagt und zeige die Fotos von mir ganz ungeniert!

Also Bitte:

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Der Mantel ist aus dunkelblauem Polyester-Strick, welcher gern mal über die Finger kratzt, aber insgesamt ganz angenehm zu tragen ist und auch recht gut wärmt. Mit der Länge war ich etwas unschlüssig, aber nach unzähligem Foto Austausch via whatsapp mit meiner Freundin und aufs-Waschbecken-zum-Spiegel klettern (wir haben keinen Ganzkörperspiegel) konnte ich mich dann festlegen. Mir gefällt er so ganz gut, die Länge auf den zwei mittleren Bildern trügt.

Auf dem linken Foto erkennt man die Farbe am besten.

Ich habe beim Absteppen der Overlocknähte den Nähfußdruck reduziert, so hat sich nichts gewellt. Wenn ich vorher genauer geschaut hätte, dann hätte ich wahrscheinlich die hintere Teilungsnaht auf der Höhe der Taschen weggelassen.

Und noch etwas möchte ich euch zeigen, und zwar ein schnelles genähtes Halstuch und einen gestrickten Loop:

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Das Tuch ist aus 1,4 mal 1,4 Meter Double Gauze genäht. Es hat ein paar Tage gedauert bis mein Schatz gemerkt hat, dass das ja eigentlich eine Spuckwindel ist. Zumindest der Stoff. Aber ich kann euch sagen, es trägt sich herrlich!!

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Und mein neuer Loop ist im Zickzackmuster gestrickt mit einer unglaubliche weichen japanischen Wolle. Man verwendet zwei Knäuel derselben Qualität mit unterschiedlichen Verläufen und wechselt immer nach einer Hin- und Rückreihe die Farbe:

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Auf jeden Fall ein neues Lieblingsteil!

Und wenn ich es schaffe, meine Sachen ein bisserl zeitnaher vor die Linse zu bringen, dann gibt es kürzere Posts, aber dafür öfter!

Denn es sind schon wieder ein paar Teile fertig geworden im Hause Wolle!

Habt einen schönen Abend!

Babs


Ebook: Basic Strickmantel
Strickstoff aus einem regionalem Stoffgeschäft
Double Gauze von Grinsestern
Strickanleitung Loop: Ravelry
Wolle: Aus meinem Laden, „Hanabatake“ von Noro
Nähen

Perfekt??

Ich nicht. Du? Das heißt aber nicht dass ich mich nicht bemühe! Bei meiner jErika Jacke habe ich mir wirklich große Mühe gegeben, und trotzdem ist das Ergebnis etwas schief – aber damit kann ich leben. Was ist jetzt genau schief? Nachdem Jacke und Futterjacke schon seit ein paar Tagen nur noch auf den Reißverschluss gewartet haben, war es gestern endlich soweit und ich konnte mich an die letzten Nähte setzten.

Die beiden Mantelteile waren genau symmetrisch, alles schien bestens. Aber dann kam er, der Reißverschluss! Nach dem ersten annähen hat sich alles gewellt, also nochmal runter damit und Formband aufbügeln. Das Ergebnis war dann schon präsentabler. Auch die zweite Seite war kein Problem. Als ich dann das Futter mit der Jacke am Saum zusammengenäht habe (ich habe das Futter kürzer zugeschnitten und die Außenjacke nach innen gebogen) war auf einmal auf einer Seite am Rand das Futter zu lang, der Saum wäre völlig schief geworden. Nach einigem tüfteln und probieren habe ich dann einfach zwei Nähte wieder aufgemacht und das Futter ein Stückerl schief abgeschnitten und dann wieder angenäht. Soweit so gut. Gestern war ich noch ganz zufrieden mit mir! Heute morgen hab ich dann das Futter im Nacken an den Mantel genäht, und dann die Jacke gleich ausgeführt.

Im Geschäft dann der Blick in den Spiegel: Die Nähte am Halsausschnitt treffen nicht aufeinander!! Da hat sich wohl der Reißverschluss beim nähen nach unten verschoben, denn ich brauche ja kein Stylefix, oder gar heften… Später am Tag hat mir eine Kundin, die Schneiderin ist, dann gesagt, dass man beim Reißverschlussannähen nie auf dem Stoff näht sondern immer verkehrtherum auf dem RV. Das hab ich echt noch NIE gehört. Aber ich werde es mir merken!!

Vielleicht wird mir einmal sehr langweilig, dann trenne ich die Sache wieder auf, aber bis dieser Moment kommt, werde ich viel Freude mit meiner Jerika Jacke haben. Schließlich ist ja Tuch- und Schalsaison und niemand wird sehen was da schief ist!

Aber jetzt genug geredet:

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Hier sieht man ein bisserl, dass ich mir bei Futtereinnähen nicht ganz sicher war, was wohin gehört

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Die dicken Nähte habe ich hinter Web- und Schrägband versteckt, Schrägband am Nacken weils nicht so kratzt
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Das Label von neulich hat mir in dieser Art gut gefallen, gleich nochmal!
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Ganz stolz bin ich auf meine versteckten Armbündchen, welche den Wärmefaktor einer solchen Jacke gleich noch erhöhen!

Das war die Geschichte meiner Herbstjacke, wir werden sicher viele schöne nicht-mehr-so-warme-Tage zusammen erleben!

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Die Kapuze ist für mich zu hoch, da können gut ein paar Zentimeter raus und auch die Taschen sind mir etwas zu weit unten, es wird ja nicht umsonst betont dass der Schnitt für Körpergröße über 170cm konzipert ist!  Aber sonst…

Die nicht-passenden Halsnähte habe ich bewusst versteckt ;)

Und weil sie heute fertig geworden ist und nur für mich ist, geht´s damit ab zu Rums!

 

Das war die Entstehung meiner jErika!

Babs


Ebook jErika von hier
Wollstoff von Lieblingsstücke
Restliche Nähzutaten aus meinem Laden :)