Familie · Leben mit Kindern

Innehalten

Manchmal kommt mir etwas unter, dass mich einen Moment innehalten lässt und mich zum nachdenken bringt, sowie gerade eben:

Seit fast genau zwei Jahren gibt es mein kleines Geschäft jetzt, und von Anfang an hat es sich mein Großer zum Sport gemacht, hier und dort kleine Zettelchen aufzuhängen  oder zu verstecken, die er vorher bemalt oder beschriftet hat.

Ich habe gerade in die Schachtel mit den Etiketten gegriffen, um die frisch genähten Hauben mit der entsprechenden Größe zu kennzeichnen, und eines der Makerl war schon beschriftet, und zwar so:

IMG_0088

Mir ist gerade wieder einmal so richtig bewusst geworden, was ich als Mama für meine Kinder bedeute und dass sie es mehr als verdient haben, dass ich für Sie da bin, sie ernst nehme und ihnen gebe, was sie brauchen. Das ist für mich nicht immer leicht. Unsere Kinder sind sehr lebhaft, selbstsicher und starke Persönlichkeiten. Alle drei. Da kommt es natürlich zu Reibereien. Untereinander und mit mir/uns. Was mich aber mehr stört ist das Streiten untereinander. Ich weiß, es gehört dazu und ist wichtig, aber manchmal  wäre ein Tag ohne Krawall auch schön. Das haben wir nur selten. Vielleicht lässt sich das auch damit erklären, dass gleichgeschlechtliche Geschwister mit geringem Altersabstand sehr massiv miteinander konkurrieren, auch um die Aufmerksamkeit der Eltern. Nicht selten enden solche Konkurrenzkämpfe dann mit Gewalt, was mir sehr leid tut, denn so haben wir ihnen das ja nicht vorgelebt. Und wenn es dann häufig so rund geht und ich mir nur sehr schwer (oder gar nicht) Geduld abringen kann, dann vergesse ich nicht selten dass ich Mama bin, ihr Fixpunkt und offenes Ohr. Ihnen mit Ruhe und Gelassenheit begegnen soll um mit ihenen dann gemeinsam eine Lösung zu finden. Oder sie einfach einmal ausstreuten lassen, mach ich oft genug… Die Verantwortung ist groß und ich bin mir ihrer nicht immer bewusst, leider. Jeden Tag versuche ich es aufs neue, es besser zu machen als am Tag davor, manchmal klappt es besser, manchmal schlechter.

Ganz bestimmt sind unsere Kinder die wichtigste Aufgabe in unserem Leben, aber genauso sicher auch die schwierigste. Ich versuche ganz bewusst, jedem meiner drei immer wieder zu sagen wie lieb ich sie habe und wie besonders und wichtig und gut sie sind, egal was auch passiert.

Dieser kurze Liebesbrief von meinem Raoul heute (ob er sich daran wohl noch erinnern kann?) hat mich auf jeden Fall zum nachdenken und dankbar sein angeregt.

Danke mein Schatz für dein liebes Wort, ich werde mich noch mehr bemühen, dir gerecht zu werden!

babs

 

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