Stricken

Bobbel 

Nennen sich die gefachten(= nicht verzwirnten), ziemlich großen Garnknäuel, die man in letzter Zeit so häufig sieht:


Ungstrickt oder -gehäkelt schon sehr ansprechend, finde ich!

Das Stricken gestaltet sich etwas mühsamer als gewohnt, da die 4 Fäden parallel verlaufen und nicht um sich selbst gedreht sind. Das erhöht das Risiko, zwischen die Fäden zu stechen und ein loses Fadenstückerl zu produzieren. Das ist für nicht-hinaschauer-beim-stricken so wie ich einer bin, natürlich gemein. Aber ich hab die Aufgabe ganz gut gemeistert und insgesamt nur 2-3 Hängefäden gemacht ; )

Gestrickt habe ich das Tuch Elefantenkringel das ich auf Ravelry gefunden habe.

Das Garn hat 600m auf 150g und ist für diese Art von Tuch fast zuviel, es wird sehr lang und bleibt aber relativ schmal. Besser passen würde ein klasssisches Dreieck, wo sich die Garnmenge besser verteilt.



Bei dieser Art von Farbwechsel wird nacheinander immer eine der Farben ausgetauscht, dazu werden alle 4 abgeschnitten und meint einem neuen wieder angeknotet. Mich stören aber die kleinen Knoten nicht, ich schneide sie nicht heraus sondern stricke einfach drüber.


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Wenn ich das Tuch zweimal um den Hals trage wie einen Schal ist es nicht zu groß und auch warm. Jetzt lasse ich es vorerst mal auf meiner Dame im Geschäft hängen, damit sich meine Kindinnen ein Bild von diesem Garn machen können.

Ich werde am Freitag mit meinem Schatz in aller Frühe von Wien nach Köln fliegen um dort die große H + H Cologne zu besuchen. Ich bin schon sehr gespannt was ich dort alles sehen und vor allem welche neuen Schätze ich für euch dort finden werde!

Alles Liebe!

Babs

Familie · Leben mit Kindern

Innehalten

Manchmal kommt mir etwas unter, dass mich einen Moment innehalten lässt und mich zum nachdenken bringt, sowie gerade eben:

Seit fast genau zwei Jahren gibt es mein kleines Geschäft jetzt, und von Anfang an hat es sich mein Großer zum Sport gemacht, hier und dort kleine Zettelchen aufzuhängen  oder zu verstecken, die er vorher bemalt oder beschriftet hat.

Ich habe gerade in die Schachtel mit den Etiketten gegriffen, um die frisch genähten Hauben mit der entsprechenden Größe zu kennzeichnen, und eines der Makerl war schon beschriftet, und zwar so:

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Mir ist gerade wieder einmal so richtig bewusst geworden, was ich als Mama für meine Kinder bedeute und dass sie es mehr als verdient haben, dass ich für Sie da bin, sie ernst nehme und ihnen gebe, was sie brauchen. Das ist für mich nicht immer leicht. Unsere Kinder sind sehr lebhaft, selbstsicher und starke Persönlichkeiten. Alle drei. Da kommt es natürlich zu Reibereien. Untereinander und mit mir/uns. Was mich aber mehr stört ist das Streiten untereinander. Ich weiß, es gehört dazu und ist wichtig, aber manchmal  wäre ein Tag ohne Krawall auch schön. Das haben wir nur selten. Vielleicht lässt sich das auch damit erklären, dass gleichgeschlechtliche Geschwister mit geringem Altersabstand sehr massiv miteinander konkurrieren, auch um die Aufmerksamkeit der Eltern. Nicht selten enden solche Konkurrenzkämpfe dann mit Gewalt, was mir sehr leid tut, denn so haben wir ihnen das ja nicht vorgelebt. Und wenn es dann häufig so rund geht und ich mir nur sehr schwer (oder gar nicht) Geduld abringen kann, dann vergesse ich nicht selten dass ich Mama bin, ihr Fixpunkt und offenes Ohr. Ihnen mit Ruhe und Gelassenheit begegnen soll um mit ihenen dann gemeinsam eine Lösung zu finden. Oder sie einfach einmal ausstreuten lassen, mach ich oft genug… Die Verantwortung ist groß und ich bin mir ihrer nicht immer bewusst, leider. Jeden Tag versuche ich es aufs neue, es besser zu machen als am Tag davor, manchmal klappt es besser, manchmal schlechter.

Ganz bestimmt sind unsere Kinder die wichtigste Aufgabe in unserem Leben, aber genauso sicher auch die schwierigste. Ich versuche ganz bewusst, jedem meiner drei immer wieder zu sagen wie lieb ich sie habe und wie besonders und wichtig und gut sie sind, egal was auch passiert.

Dieser kurze Liebesbrief von meinem Raoul heute (ob er sich daran wohl noch erinnern kann?) hat mich auf jeden Fall zum nachdenken und dankbar sein angeregt.

Danke mein Schatz für dein liebes Wort, ich werde mich noch mehr bemühen, dir gerecht zu werden!

babs

 

Nähen

Sportlich?

Bin ich eigentlich wirklich gar nicht, ich habe zwar das Glück, eine solche Figur zu haben, aber mehr als wandern im Sommer und Schifahren im Winter gibt es bei mir nicht. Sicher, ein bisserl Radlfahren mit den Kindern und im Gartenteich schwimmen, aber auch nicht wettkampfmässig.

Und trotzdem hatte ich das Bedürfnis, mir Funktionsunterwäsche zu nähen. Es hat mir irgendwie nie gepasst, das unter der hochwertigen, langärmeligen Schiwäsche die Baumwolle drunter ist, die beim Schwitzen dann so lange nass bleibt. Drum hab ich mir kurzerhand Funktionsjersey bestellt und nach gut sitzenden Schnitten (Every.Day von Leni Pepunkt und die Panty aus der Handmade Kultur 2/16) losgenäht.

Ich habe zum ersten Mal mit Falzgummi gearbeitet und muss sagen, dass das super funktioniert. Ich habe die mattere Seite außen genommen, zur Hälfte gefaltet und die unversäuberten Teile einfach eingefasst. Ich habe den Gummi ein paar Stiche vorgenäht bevor ich die Kleiderteile mitgenommen habe, damit ich dann gut ziehen konnte. Und weil ich natürlich nicht genug gezogen habe, habe ich alle Nähte des Oberteils wieder aufgemacht, weil der Ausschnitt unschön abgestanden ist (genauso wie es bei Bündchen passiert wenn man zuwenig zieht). Das Trennen war eine mühsame Futzelei, aber der Mühe wert, jetzt sitzt das Oberteil super!


Das Nähen des doch sehr flutschigen Materials war gar kein Problem und die Funktionalität hat mich überzeugt, die Teile waren ruckzuck wieder trocken (nach waschen und sporteln…)

Der Panty-Schnitt kommt ohne eine Teilungsnaht hinten aus und ist sehr angenehm geschnitten, da rutscht nichts hin wo es nicht hinsoll! Beim Zwickel einnähen vertue ich mich nachwievor fast jedesmal, einmal auftrennen gehört da schon zum Standard quasi. Da hilft immer wieder das Tutorial von Pattydoo!


Gesäumt habe ich mit Dreifach-Zickzackstich, der durch die Elastizität des Stoffes eine interessante Form angenommen hat!

Insgesamt bin ich sehr zufrieden, mit relativ geringem Material-und Zeitaufwand habe ich mir teure Unterwäsche gespart und mir selber eine große Freude bereitet. Und wer weiß, wozu doch sportliche Wäsche noch anspornt?

Und weil heute Donnerstag ist, verlinke ich mich zu Rums, ich freu mich schon auf später, da schau ich was ihr so gemacht habt!

babs