Österreichisch · Uncategorized

LaSilla

Wie gesagt mangelt es hier ja nicht an Genähtem, sondern eher an der Möglichkeit, jemanden dazu zu bewegen, Fotos zu machen. Meine Mama ist seit zwei Wochen auf Kur und meinen Herrn Wolle sehe ich manchmal gar nicht bei Tageslicht, bzw. ist einfach keine Zeit. Und auch nicht zu vergessen meine „Unfotogenität“, ich mag es einfach gar nicht, wie ich auf den Bildern schaue, ganz selten dass ich zufrieden bin…

Ich zeige euch heute einen meiner drei genähten Pullis, den eigentlichen Liebling habe ich gerade nicht gefunden, hat mich auch gach (das sagen wir hier wenn etwas ganz unerwartet oder kurzfristig ist oder auch wenn es schnell geht) ein bisserl verzweifelt werden und jeden gefüllten Wäschekorb (davon gibt es so einige, mit frischer und ungewaschener Wäsche..) durchsuchen lassen, um ihn dann erst am Abend im Badezimmer zu finden. Davon also keine Bilder.

Genäht habe ich das Sweatkleid LaSilla von Schnittgelüster, gesehen habe ich es so oft, und wie so viele andere auch musste ich es unbedingt haben. Den Stoff habe ich nach der Isolierfähigkeit ausgesucht, ist es doch nicht wirklich warm in meinem kleinen Laden und ich habe dringend etwas richtig kuscheliges gebraucht. Darum habe ich mich für den Steppsweat von Lillestoff entschieden, und was soll ich sagen, der ist richtig warm! Bei der Auswahl der richtigen Größe habe ich diesmal wirklich nachgemessen ( sonst nehme ich eigentlich immer nur „meine“ Größe und hoffe das es passt) und dann eine 38 zugeschnitten, da man sich ja nach dem größten Maß richten soll. Ich musste dann allerdings an der Seite und innen am Arm einiges an Weite herausnehmen, war es doch viel zu weit. Die Anleitung ist wirklich sehr anschaulich und gut erklärt und man kann sein neues Kleid im Handumdrehen anziehen!

img_4816
So ein Zufall das der Nagellack von letzter Nacht so genau passt!

 

img_4817

img_4822
Zum aufsetzten finde ich die Kapuze zu groß, aber zusätzlich zum Kragen macht sie sich schon schick!
img_4820

Insgesamt bin ich mit der Stoffwahl sehr zufrieden, auch die Kombination gefällt mir sehr gut, über die Wärme hab ich schon berichtet! In der Länge habe ich auch gut 15cm weggenommen, ich wollte mit Bünchen nähen und trotzdem weit über dem Knie bleiben. Je älter ich werde, umso mehr lerne ich einen warmen unteren Hintern und Popo zu schätzen, in meinen Mädchenjahren war mir das noch völlig egal.

Ein zweiter LaSilla Longhoodie liegt schon fast fertig in meinem Kämmerlein, aber den werde ich vielleicht in diesem Winter gar nicht mehr brauchen, das wär doch was, wenn der Frühling kommt!

Alles Liebe,

babs

 

 

 

Reise · Uncategorized

Ich bin eine Stubenkatze

So nennt man es hier bei uns, wenn jemand seine Zeit gerne drinnen verbringt, so wie eine Katze halt, beim Ofen liegen und die Wärme genießen. Ich mag jedes Wetter und jede Jahreszeit, wie man jetzt öfters liest, gibt es ja so manche, die einen bestimmten Monat oder eine Jahreszeit nicht so mögen. Das kann ich von mir nicht behaupten, ohne die kalten Monate wären doch die warmen nicht so schön, oder? Außerdem ist man doch jedes Jahr wieder aufs neue überrascht, wie warm es draußen sein kann. Mir geht es zumindest so! Und nach den langen Sommertagen freue ich mich immer wieder auf die langen Winterabende, wo es drinnen so fein ist und viel mehr Zeit zum Handarbeiten bleibt! Und auch im Sommer mag ich die Regentage oder die ganz grauen im Herbst, wo es gar nicht richtig hell wird. Es ist doch immer schön, wenn man einmal drinnen bleiben kann und einen auf Katze macht, oder geht das nur mir so?

Und obwohl ich Winter, kalt und finster gerne mag, ist mir gestern richtig warm geworden, als ich zum ersten Mal (aufgrund verschiedener technischer Differenzen und wohl auch einfach nicht gefreut) unsere Urlaubsfotos durchgesehen habe. Immer noch kann ich das Meeresrauschen und die ganz penetranten Grillen hören, wenn ich mich daran zurückerinnere. Und die Wärme spüren… Ich rede auch mit den Kindern noch oft über diese Reise, ist es doch interessant zu hören, woran sie sich erinnern, was sie beeindruckt hat. Außerdem möchte ich ihnen gern zeigen, dass uns auch etwas Kraft geben kann, das schon vorbei ist. Ich kann mich gut entspannen wenn ich mich zurückerinnere an die unbeschwerten Tage, an denen es nur uns fünf gab und keine anderen Verpflichtungen. Einfach Urlaub!

Wir sind mit der Fähre von Genua nach Palermo (Sizilien) gereist und sind dann dann weiter zum nordwestlichsten Zipfel gefahren, wo wir für zwei Wochen ein Haus gemietet haben, das noch weiter abseits von allem lag als unser Haus daheim. Wir waren also so richtig alleine!

Und weil mich die Fotos gestern so richtig gewärmt haben, möchte ich einige davon mit euch teilen, vielleicht könnt ihr auch ein bisserl Sonne spüren!

dscn5412
Die Überfahrt, rundherum nur Meer!
dscn3912
Auf unserer Terasse hätten locker 12 Personen essen können!
dscn4704
Der Garten war liebevoll mit altem landwirtschaftlichen Gerät hergerichtet, Oliven-Maische-Mühle und Olivenölpresse
dscn4040
Tägliche Gäste, Innen und Außen in allen Größen!
dscn3971
Oft kann man sogar mit Badeschuhen nicht ins Wasser, die Steine sind zu spitz
dscn3972
Natürlich bestand ein Teil der Urlaubsgarderobe aus Selbstgenähtem ; )
dscn4205
Wunderschöne Sandstrände hat Sizilien auch zu bieten!
dscn4118
An ein paar Tagen hatten wir herrlich hohe Wellen, was für ein Spaß!
dscn4054
Aber auch nicht ungefährlich, die hohen Wellen

dscn4019

 

dscn4287
Unsere liebste Bade-Bucht, ein paar Gehminuten vom Haus entfernt.

 

 

dscn4394
Die Marienprozession beginnt auf dem Wasser
dscn5005
Die Temperatur sank in der Nacht gerade so unter 30 Grad, tagsüber hatten wir um die 35, jeden Tag

dscn4271

WIr waren(und sind) sehr glücklich mit unserer Reiseentscheidung. Nachdem wir für den nächsten Urlaub (oder den übernächsten, jedes Jahr sit so eine große Reise zu fünft nicht drin) schon ein bisserl geschaut haben, sind wir zu dem Schluß gekommen, dass es nirgendwsonst so schön ist wie auf Sizilien, wir würden sofort wieder hinfahren. Ja, sofort!

Hast du sie ein bisschen gespürt, die sizilianische Sonne?

Ach ja, unser Sommerhit war natürlich „Heiße Nächte in Palermo“ von der EAV, kannten unsere Kinder bis dahin gar nicht, ich bin damit aufgewachsen.

Also lasst uns das Stubenwetter noch ein wenig genießen und uns dann am Sommer freuen!

Barbara

Stricken

Wie versprochen 

fange ich damit an, meine Werke der letzten Wochen zu zeigen.

Ich habe die Babydecke fertig gestrickt, die ich vor fast einem Jahr begonnen habe. Am Anfang war die Begeisterung für die vielen kleinen Eckerln und den Farbwechsel groß, aber irgendwann kam dann der Frabwechsel nicht mehr so oft und wahrscheinlich auch ein anders Projekt dazwischen, und so ist die Decke in der Kiste gelandet. Sie war wohl so tief unten, dass ich sie nicht einmal in meinen Parallel-Strick-Beitrag erwähnt habe…

Nach Weihnachten dann, als ich in die Strickpause gezwungen wurde, habe ich nach nach einer kleinen Strickerei gesucht, die wirklich die Möglichkeit bietet, sie nach einer Weile aus der Hand zu legen. Davon gibt es ja nicht allzu viele, denn eine Reihe lässt sich immer noch stricken, oder?

Bei dieser Decke jedoch fällt es nicht sehr schwer, die Arbeit nach einem Eckerl aus der Hand zu legen, besonders dann wenn die Hand auch noch schmerzt, hier habe ich davon erzählt, (nein, ich habe es nicht ganz ohne Stricken ausgehalten, aber mich wirklich eingebremst!). Und so habe ich anfangs 2 Eckerl am Tag gestrickt und mit dem Besserwerden der Schmerzen dann immer ein bisserl mehr.

Und was soll ich sagen, ich kann gar nicht verstehen dass das gute Stück so lange gelegen hat, ist es doch wirklich wunderschön geworden!!



Die Decke misst in etwa 70*90cm und hat genau die richtige Größe um ein Zwergerl damit zuzudecken. Fast würd ich da gern ein eigenes Buzi drin einwickeln ; )

Die Decke wird jetzt mal im Geschäft bleiben, ich finde es immer schön, wenn aus den verschiedenen Wollen ein fertiges Stück da ist, das man angreifen kann. Man kann sich gleich ein ganz anderes Bild von der Qualität machen, finde ich!

Gestrickt ist die Decke aus der wunderbar weichen Babycashmerino von Debbie Bliss. Was die Wolle so besonders macht, sind die einzigartigen Farben. Sie haben eine ganz eigene Farbgebung und passen untereinander alle zusammen.



Die Decke wird zwar aus lauter kleinen Quadraten gearbeitet, die aber gleich aneinandergestrickt werden. Somit entfällt zwar das heissgeliebte zusammennähen, aber die Fäden zum vernähen bleiben trotzdem…


Ich habe die Decke mit drei Reihen Stäbchen umhäkelt, ich finde die Entscheidung für die Abschlussfarben immer etwas schwierig, nach der grünen Runde (die Farbe nennt sich „duck egg“) habe ich noch ein paar Maschen mit grau versucht, es dann aber so gelassen.



Irgendwann möchte ich es einmal schaffen, eine große Decke für die Couch zu stricken, aber ob ich das Durchhaltevermögen dafür besitze, bezweifle ich…

Alles Liebe,

Barbara