Nähen · Stricken

Stricken geht doch immer

Ich bin oft so hin- und hergerissen zwischen meinen Hobbys…

Ich stricke do leidenschaftlich gerne, aber auch das Nähen macht mir solche Freude. Häkeln ist im letzten Jahr nicht so oft dran gewesen.

Aber jede dieser Tätigkeiten hat ihre ganz eigene Berechtigung, ihr ganz eigenes Gefühl. Stricken ist für mich etwas soziales, ich stricke dort, wo unsere Familie ist, wo alles abläuft, mittendrin.

Nähen mach ich für mich, in meinem Zimmer, da, wo ich nicht so gern wen reinlass, weil alles interessant ist und ich nachher nichts mehr finde… Aber nähen geht schneller, man hat schneller ein Resultat in den Händen. Was aber die Freude daran nicht mindert. Seit ich mein eigenes Zimmer für meine Sachen habe (ok, es ist auch Wolle drin, Schul- und Bürokram auch), gehe ich auch wegen einer Naht hinüber, oder nur um kurz was vorzubereiten. Die Möglichkeit eines ganzen Raumes für mich hat mich schon sehr bereichert!

Und doch bin ich immer wieder so unschlüssig, was ich im Moment lieber tun würde, wer kennt’s?

Im Moment ist meine Nählaune nicht die beste, und doch wird fast täglich ein Stück fertig, weil ich es einfach nicht lassen kann…

Und trotzdem, wenn ich an meine Freizeit denke, kommt mir nur Stricken in den Sinn.

Ich hoffe ihr findet auch hin und wieder ein Minütchen, um sich euren Hobbys zu widmen!

Barbara

Österreichisch · Nähen

Negativapplikation

Vor einem Zeiterl (so sagen wir, wenn etwas ein Weilchen her ist) hab ich für meinen mittleren Sohn ein Leiberl mit einer Negativapplikation gemacht. Mir war gar nicht klar, dass das wirklich so heißt, aber Google findet ähnliches wenn ich danach suche.

Wie immer hat er sich die Farben selber ausgesucht, aber als ich ihm versucht habe zu erklären, wie es fertig aussehen wird, konnte er es sich nicht vorstellen.

Der zweite Stoff wird von vorne mittels Dreifach–Geradstich aufgenäht, das kann schon etwas dauern…

Das überschüssige Material hab ich großzügig bemessen und erst nachher zurückgeschnitten

Mir hat der Stern so auch gut gefallen, er hat durch die zweite Lage etwas Volumen bekommen!

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Und fertig!

Durch das Waschen springen die Schlitze weiter auf, aber es bleibt trotzdem alles gut in Form!

Genäht habe ich ein Ottobre T-Shirt,gewisse Schnitte sind schon in vielen Größen vorrätig ; )

Wenn unser Raphi das Leibern anhat, streicht er sich häufig über den Bauch, aber ich muss auch immer wieder hingreifen!

Babs

Nähen

Ich versuchs mal wieder…

Bevor ein ganzes Jahr seit meinem letzten Beitrag vorbei ist, sollte ich doch wieder einmal etwas schreiben, nicht?

Ich kann zwar nicht behaupten, dass sich die gefertigten Sachen hier stapeln ( nein, sie werden getragen, hehe), aber dennoch ist eigentlich dauernd etwas entstanden.

Vieles habe ich verkauft, natürlich unfotografiert, und vieles ist direkt von der Nähmaschine zu meinen Buben gewandert, die alle drei sehr gerne selbstgenähtes anziehen.

Heute aber zeig ich euch meine neue Weste die ich aus Baumwoll-Jacquard genäht habe. Ganz toll hat mich dabei hat meine Freundin Irene  per WhatsApp Support unterstützt! das war nötig, weil ich einen Schnitt abgewandelt habe, und mir es da immer gut tut  wenn ich jeden Schritt besprechen kann! E

s ist so eine Bereicherung, wenn man Freunde hat die dieselbe Leidenschaft haben, oder wenn aus eben dieser Leidenschaft Freundschaften entstehen!

Der Grundschnitt ist der Basic Strickmantel von Kibadoo, den ich um die weiten Vorderteile ergänzt habe.

Vernäht habe ich einen weichen, grauen Jacquard, den ich vergangene Woche bei Kraftstoff auf der Kreativmesse in Wels gekauft habe, genau für dieses Projekt. Ich bin stolz, dass ich es so schnell umgesetzt habe, es soll ja Stoffe geben, die etwas länger auf ihre Bestimmung warten…

Was mir besonders Freude macht ist, dass die Covernähte wunderbar funktioniert haben. Meine Maschine ist ja mitunter etwas heikel, aber hier gab es keine Probleme!

Ich bin ja von Haus aus eher ein frierender Mensch, drum wird mich die Weste in der nächsten Zeit sicher treu begleiten! Dazu kommt, dass es in meinem kleinen Geschäft auch eher kühl ist (Außer im Sommer, da ist es dann richtig heiß), also hab ich so ein Stück wirklich richtig gebraucht!

Ich wünsch euch schöne Frühlingstage!

babs

 


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Stricken

Ella!

Meine Mitarbeiterin Monika liebt ja die Garnqualität „Ella“ von Lang Yarns schon immer. Ich habe sie noch nie verstrickt, und als ich dann vergangenen Herbst die neuen Garne für die jetzige Sommersaison ausgesucht habe, war ein tolles Modell für dieses Garn dabei. Zum stricken für Ausstellungsmodelle bekomme ich die Wolle immer schon früher, und so habe ich im Jänner begonnen, diese Tunika aus dem aktuellen               Fatto a Mano 243 zu stricken:

Ella
Tunika aus FAM 243

Beim Rückenteil sind die Ärmel mit angestrickt, und durch die doch recht dünne Qualität waren bereits beim Anschlag reichlich Maschen auf der Nadel. Das Vorderteil wird dann aus zwei Teilen gearbeitet, die mit außenliegender Naht zusammengesetzt werden. Die Bindebänder werden auf den angestrickten Besatz am fertigen Stück dann aufgenäht.

Und was soll ich sagen? Meine Tunika kommt der aus dem Magazin sehr nahe:

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Gemacht hat die Fotos diesmal mein 10jähriger Sohn, gestern morgen bevor der Schulbus gekommen ist. Ich finde, das hat ganz gut geklappt!

Verstrickt habe ich mehr als 9 Knäuel der Baumwolle/Polyester/Viskose/Polyamid Mischung (160m/50g), die sehr unregelmäßig verläuft, manchmal kommt sie dünn wie Nähseide daher, ein anderes Mal stabil wie ein Leinengarn. Im fertigen Stück kann man diese unterschiedlichen Strecken ganz gut erkennen.

Insgesamt war das Teil sehr langwierig wenn auch nicht sehr anspruchsvoll zu stricken. Vielleicht mache ich mir auch noch die Quasseln an die Bänder, sollen ja heuer sehr modern sein ; )

Das prächtige Wetter von gestern morgen hat bei uns auch heute noch gehalten, und so haben wir einen wunderschönen Badetag bei uns daheim am Teich verbracht.

Und jetzt werd ich mich noch ein wenig in die Sonne setzen und an meinem neuen Projekt weiterhäkeln!

Alles Liebe!

babs


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Österreichisch · Nähen

Für die Reise

Schon vor einem Weilchen habe ich das Reiseetui von Machwerk zu nähen begonnen. Ich finde die Idee recht praktisch, das ganze Zettelzeug und was man sonst noch zum Verreisen braucht, in einem Organizer beisammen zu haben. Gerade mit Kindern kommt da so einiges zusammen. Der Organizer ist etwas größer als A5 und kann aufgrund seines breiten Rückens reichlich befüllt werden. Durch den breiten Reißverschluss ist es auch sehr robust.


Außen habe ich mich für das bunte Punkte-Wachstuch entschieden, das durch die vielen Farben sehr fröhlich und vielfältig ist.


Innen habe ich verschiedene bunte Patchworkstoffe verwendet, die ich vor einer Weile hier bestellt habe. Auch das Decovil light, das ich bei diesem Projekt zum ersten Mal benutzt habe, habe ich von dort. Ich muss ja zugeben, dass ich kein großer Zuschneide-Fan bin, und dass ich noch so genau arbeiten kann, irgendwas passt am Schluss immer nicht zusammen. Gleich nach dem Zuschneiden verarbeite ich dann die Vlieseline, um dann die einzelnen Teile über Nacht liegen zu lassen. Ich habe mal wo gelesen dass das ganz gut sein soll für das Verkleben der einzelnen Lagen. Und wenn dann alles fertig vorbereitet ist fürs Nähen freue ich mich dann so richtig darauf!


Ich habe das ganze Innenleben an einem Abend fertiggemacht, aufhören musste ich dann weil ich den passenden Reißverschluss noch nicht hatte. Sonst hätte ich es wohl auf einmal fertig gemacht, das Nähen von Webstoffen macht doch immer wieder Freude!  Als Verschluss wird breiter Endlosreißverschluss empfohlen, von dem man dann eine Seite verarbeitet. Ich habe mir bei meinem Großhändler einen breiten, nicht teilbaren (der ist billiger) RV in der entsprechenden Länge bestellt , auseinenadergeschnitten, und den Schieber auf nur einen Teil wieder draufgeschoben. Heute hatte ich dann Zeit (und den RV) um den Rest fertigzumachen!

Was ich auch zum ersten Mal vernäht habe ist das Plastiktischtuch das ich schon vor einem Zeiterl (= voralpendeutsch für „vor einer Weile“) vorausschauend für irgendsoein Projekt im Lagerhaus gekauft habe. Auch andere Wachstücher lassen sich dort finden!! Ich habe beim Nähen einfach Backpapier unter das Fusserl gelegt, welches ich nachher abgerissen habe, das hat problemlos funktioniert. Allerdings hätte das Klarsichtfach etwas breiter sein sollen, aber nachdem schon der Abschlussstreifen drauf war hat mich das nicht mehr ändern gefreut.


Wovor ich immer etwas zurückschrecke beim Nähen von Taschen und Börsen ist das wenden. Durch die Einlagen ist das ganze schon immer etwas sperrig, und mir geht gerne mal eine Naht auf wenn ich ihr zuviel Zug zumute… Bei diesem Etui ist aber die Wendeöffnung reichlich bemessen, und auch das ausformen der Ecken hat sehr gut funktioniert. Insgesamt ist das EBook sehr ausführlich geschrieben, die Bilder erklären sich auch sehr gut. Nach dem Wenden sollte das ganze noch von außen Nähe am RV abgestellt werden, das ist ein Schritt den ich gerne mal auslasse, weil es so offensichtlich ist, wenn was daneben geht. Dennoch habe ich es dieses Mal gewagt, weil ja auch noch eine kleine Öffnung bei den Reißverschlussenden zu schließen war. Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden, wenn man berücksichtigt, dass ich ohne Teflonfuss und Backpapier auf dem eher klebrigen Wachsstoff genäht habe. Sicher, die Stiche könnten gleichmäßiger sein, aber für mich reicht es, bzw muss es reichen, nochmal mache ich es nicht!


Und wofür wir das Etui brauchen? Am Samstag in den frühen Morgenstunden werde ich mit meinen Lieben zu einer Familienwallfahrt in den bosnischen Ort Medjugorje aufbrechen. Mein Mann war mit unserem großen Sohn vor einem Jahr schon einmal dort und es hat ihnen gefallen und gut getan. Diesmal sind wir alle dabei und ich bin schon sehr gespannt. Natürlich bin ich gespannt auch wie sich mein Täschchen bewähren wird, ich werde es heute noch gleich mit unseren Unterlagen befüllen. Ich denke dass auch mein EReader noch ganz gut hineinpassen wird und das eine oder andere Zuckerl…



Ich werde euch vom Praxistest erzählen!

Bei uns beginnen morgen die Osterferien, die Kinder kommen schon um 10Uhr von der Schule heim. Dann können Sie mir doch gleich beim packen helfen…

Ich wünsch euch einen schönen Abend, bei mir im Laden gibts heute noch unsere Strickrunde, ich freu mich schon sehr darauf!

Babs


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Stricken

Bobbel 

Nennen sich die gefachten(= nicht verzwirnten), ziemlich großen Garnknäuel, die man in letzter Zeit so häufig sieht:


Ungstrickt oder -gehäkelt schon sehr ansprechend, finde ich!

Das Stricken gestaltet sich etwas mühsamer als gewohnt, da die 4 Fäden parallel verlaufen und nicht um sich selbst gedreht sind. Das erhöht das Risiko, zwischen die Fäden zu stechen und ein loses Fadenstückerl zu produzieren. Das ist für nicht-hinaschauer-beim-stricken so wie ich einer bin, natürlich gemein. Aber ich hab die Aufgabe ganz gut gemeistert und insgesamt nur 2-3 Hängefäden gemacht ; )

Gestrickt habe ich das Tuch Elefantenkringel das ich auf Ravelry gefunden habe.

Das Garn hat 600m auf 150g und ist für diese Art von Tuch fast zuviel, es wird sehr lang und bleibt aber relativ schmal. Besser passen würde ein klasssisches Dreieck, wo sich die Garnmenge besser verteilt.



Bei dieser Art von Farbwechsel wird nacheinander immer eine der Farben ausgetauscht, dazu werden alle 4 abgeschnitten und meint einem neuen wieder angeknotet. Mich stören aber die kleinen Knoten nicht, ich schneide sie nicht heraus sondern stricke einfach drüber.


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Wenn ich das Tuch zweimal um den Hals trage wie einen Schal ist es nicht zu groß und auch warm. Jetzt lasse ich es vorerst mal auf meiner Dame im Geschäft hängen, damit sich meine Kindinnen ein Bild von diesem Garn machen können.

Ich werde am Freitag mit meinem Schatz in aller Frühe von Wien nach Köln fliegen um dort die große H + H Cologne zu besuchen. Ich bin schon sehr gespannt was ich dort alles sehen und vor allem welche neuen Schätze ich für euch dort finden werde!

Alles Liebe!

Babs

Familie · Leben mit Kindern

Innehalten

Manchmal kommt mir etwas unter, dass mich einen Moment innehalten lässt und mich zum nachdenken bringt, sowie gerade eben:

Seit fast genau zwei Jahren gibt es mein kleines Geschäft jetzt, und von Anfang an hat es sich mein Großer zum Sport gemacht, hier und dort kleine Zettelchen aufzuhängen  oder zu verstecken, die er vorher bemalt oder beschriftet hat.

Ich habe gerade in die Schachtel mit den Etiketten gegriffen, um die frisch genähten Hauben mit der entsprechenden Größe zu kennzeichnen, und eines der Makerl war schon beschriftet, und zwar so:

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Mir ist gerade wieder einmal so richtig bewusst geworden, was ich als Mama für meine Kinder bedeute und dass sie es mehr als verdient haben, dass ich für Sie da bin, sie ernst nehme und ihnen gebe, was sie brauchen. Das ist für mich nicht immer leicht. Unsere Kinder sind sehr lebhaft, selbstsicher und starke Persönlichkeiten. Alle drei. Da kommt es natürlich zu Reibereien. Untereinander und mit mir/uns. Was mich aber mehr stört ist das Streiten untereinander. Ich weiß, es gehört dazu und ist wichtig, aber manchmal  wäre ein Tag ohne Krawall auch schön. Das haben wir nur selten. Vielleicht lässt sich das auch damit erklären, dass gleichgeschlechtliche Geschwister mit geringem Altersabstand sehr massiv miteinander konkurrieren, auch um die Aufmerksamkeit der Eltern. Nicht selten enden solche Konkurrenzkämpfe dann mit Gewalt, was mir sehr leid tut, denn so haben wir ihnen das ja nicht vorgelebt. Und wenn es dann häufig so rund geht und ich mir nur sehr schwer (oder gar nicht) Geduld abringen kann, dann vergesse ich nicht selten dass ich Mama bin, ihr Fixpunkt und offenes Ohr. Ihnen mit Ruhe und Gelassenheit begegnen soll um mit ihenen dann gemeinsam eine Lösung zu finden. Oder sie einfach einmal ausstreuten lassen, mach ich oft genug… Die Verantwortung ist groß und ich bin mir ihrer nicht immer bewusst, leider. Jeden Tag versuche ich es aufs neue, es besser zu machen als am Tag davor, manchmal klappt es besser, manchmal schlechter.

Ganz bestimmt sind unsere Kinder die wichtigste Aufgabe in unserem Leben, aber genauso sicher auch die schwierigste. Ich versuche ganz bewusst, jedem meiner drei immer wieder zu sagen wie lieb ich sie habe und wie besonders und wichtig und gut sie sind, egal was auch passiert.

Dieser kurze Liebesbrief von meinem Raoul heute (ob er sich daran wohl noch erinnern kann?) hat mich auf jeden Fall zum nachdenken und dankbar sein angeregt.

Danke mein Schatz für dein liebes Wort, ich werde mich noch mehr bemühen, dir gerecht zu werden!

babs